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Zurück im Alltag – und zwei kleine Lichtblicke

 o, wieder zu Hause. Die Tage in Holland sind vorbei, und ich muss sagen: Es hat richtig gutgetan. Einfach mal raus aus den eigenen vier Wänden, andere Gesichter sehen, gute Gespräche führen und sich mit Themen beschäftigen, die nichts mit Bewerbungen oder der beruflichen Zukunft zu tun haben. Natürlich fährt das Kopfkino nicht einfach in den Urlaub. Die Gedanken waren immer wieder da. Aber trotzdem konnte ich zwischendurch abschalten, die gemeinsame Zeit genießen und ein bisschen durchatmen. Genau das habe ich gebraucht. Und dann gab es tatsächlich auch beruflich zwei kleine Lichtblicke. Neben den üblichen Absagen habe ich zwei Einladungen zu ersten Kennenlerngesprächen mit Headhuntern bekommen. Beide Gespräche finden nächste Woche statt. Die Positionen hören sich interessant an, und auch die Standorte wären durchaus attraktiv. Natürlich weiß ich inzwischen, dass zwischen einem ersten Gespräch und einer konkreten Perspektive noch einiges liegen kann. Trotzdem tut es gut, endlich w...

Freitag. Endlich Wochenende!

 Eine lange Woche geht zu Ende. Und ehrlich gesagt: Ich bin froh darüber. So richtig fit bin ich immer noch nicht. Dazu wieder viel zu früh wach gewesen, das Kopfkino läuft natürlich auch schon. Manchmal wäre es schön, wenn der Kopf einfach mal Ruhe geben würde. Aber so ist es eben gerade. Beruflich gab es heute auch wieder eine Absage. Und die hat mich schon geärgert. Ich weiß nicht einmal genau, um welches Unternehmen es ging oder wie die Aufgabe konkret ausgesehen hätte. Aber die Location wäre richtig gut gewesen. Schade, denn ich hätte mir das durchaus vorstellen können. Aber hilft ja nichts. Krone richten und weitermachen. Immerhin tut sich bei einem anderen Thema etwas, bei dem ich wirklich hoffe, dass daraus etwas Gutes wird. Ein bisschen Zuversicht muss schließlich bleiben. Und dann gibt es zum Glück noch die Dinge, die wirklich zählen. Heute habe ich meinen Sohn abgeholt. Er ist jetzt hier, und allein das macht den Tag schon ein Stück schöner. Wir haben Zeit zusammen, rede...

Donnerstag. Ein harter Tag

 Ein langer Tag. Und ein ziemlich harter dazu. Heute ging es schon sehr früh los. Eigentlich habe ich den ganzen Tag an meinem neuen Konzept gearbeitet. Gedanken sortieren, Varianten ausprobieren, wieder verwerfen, neu anfangen. Und genau da hänge ich gerade ein bisschen fest. Ich habe mittlerweile mehrere Möglichkeiten, wie ich das Projekt aufziehen könnte. Jede davon hat ihren Reiz. Gleichzeitig bin ich mir nicht sicher, ob ich gerade tatsächlich auf dem richtigen Weg bin. Das nervt. Vor allem, wenn man schon viel Zeit investiert hat und irgendwann merkt, dass man sich vielleicht ein bisschen im Kreis dreht. Aber irgendwann muss man eine Entscheidung treffen. Also werde ich das auch tun. Denn grundsätzlich finde ich die Idee nach wie vor gut. Sehr gut sogar. Es fehlt gerade nur noch die richtige Richtung und der Mut, sich für eine davon zu entscheiden. Beruflich war der Tag ebenfalls nicht gerade ein Highlight. Vier Absagen. Mehr muss man dazu eigentlich nicht sagen. Die Zahl wir...

Mittwoch. Nase putzen, weitermachen.

 Ein langer Tag geht endlich zu Ende. Wieder viel zu früh wach. Irgendwann zwischen fünf und halb sechs war die Nacht vorbei. Also erst einmal Medizin genommen und gehofft, dass der Körper jetzt langsam mal verstanden hat, dass diese Erkältung beziehungsweise dieser Husten nicht mehr wirklich gebraucht wird. Aber nein. Der Husten ist immer noch da. Ich hoffe trotzdem, dass es morgen endlich so weit ist und ich zumindest wieder laufen kann. Mir fehlt die Bewegung inzwischen wirklich. Dieses Gefühl, morgens rauszugehen, den Kopf freizubekommen und danach wieder etwas klarer zu sein. Heute musste ich mich wieder dazu zwingen, wenigstens einmal rauszugehen. Nicht viel. Einfach raus, ein bisschen Bewegung, Luft bekommen und wieder zurück. Sport ist aktuell leider noch keine Option. Beruflich war heute ebenfalls einiges los. Heute kam leider wieder eine Absage zu einer Stelle, die ich ziemlich cool fand. Wahrscheinlich war ich dafür überqualifiziert beziehungsweise die Position ...

Montag. Die Woche beginnt – und ich bin immer noch nicht fit

 Und wieder Montag. Die neue Woche ist da, aber gesundheitlich bin ich leider immer noch nicht wieder auf dem Damm. Eigentlich ziemlich übel, gerade weil draußen weiterhin richtig schönes Wetter ist. Normalerweise würde ich bei solchen Bedingungen längst meine Laufschuhe anziehen und loslaufen. Stattdessen zwinge ich mich zumindest dazu, rauszugehen und ein bisschen Bewegung zu bekommen. Aber richtig gut ist es noch immer nicht. Das kenne ich so von mir eigentlich gar nicht. Normalerweise verschwinden solche Sachen schneller. Vielleicht wird man tatsächlich einfach älter. Oder mein Körper hat diesmal beschlossen, sich etwas mehr Zeit zu nehmen. Also akzeptieren und nicht ständig dagegen ankämpfen. Beruflich startet die Woche ebenfalls eher ruhig. Eine Absage, keine neue interessante Stelle gefunden und zwei Bewerbungen geschrieben. Bei den beiden ist es eher ein Versuch. Die Positionen wären zumindest von der Entfernung her interessant, weil sie relativ nah bei mir liegen. O...

Samstag. Heute war einfach kein guter Tag.

 Heute war kein guter Tag. Schlecht geschlafen, viel zu früh wach geworden und die Erkältung ist immer noch nicht verschwunden. So langsam nervt es einfach. Man wartet darauf, dass es endlich besser wird, und stattdessen schleppt man sich weiter durch den Tag. Das schöne Wetter hätte eigentlich perfekte Voraussetzungen geboten. Eigentlich. Ich habe mich mittags trotzdem gezwungen, einmal rauszugehen. Bin zum See, habe mich in die Sonne gesetzt und einfach eine Weile auf das Wasser geschaut. Schwäne beobachtet, die Vögel am Himmel verfolgt, Menschen beobachtet, die unterwegs waren. Dazu klassische Musik auf den Ohren. Eigentlich ziemlich entspannt. Nur der Kopf war leider nicht dabei. Gedankenkarussell. Mal wieder. Manchmal hilft selbst das schönste Wetter nicht dabei, die Gedanken einfach abzustellen. Dann sitzt man in der Sonne und der Kopf läuft trotzdem auf Hochtouren. An meinem Projekt habe ich trotzdem ein bisschen weitergearbeitet. Ein kleines Stück bin ich vorange...

Freitag. Ende der Woche – und irgendwie doch ein kleiner Lichtblick

 Freitag. Die Woche ist vorbei. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich ziemlich froh darüber. Ein Vorstellungsgespräch gab es diese Woche nicht. Dafür aber auch keine wirklich bösen Absagen. Und heute habe ich gleich drei neue Stellen entdeckt, die interessant aussehen. Bei zweien habe ich sogar direkt Kontakt aufgenommen beziehungsweise schon etwas dazu geschrieben. Und bei beiden habe ich beim Lesen gedacht: Da könnte ich wirklich gut passen. Jetzt heißt es wieder warten und schauen, ob daraus mehr wird. Aber immerhin gibt es Bewegung. Und genau das fühlt sich gerade gut an. Gesundheitlich sieht es dagegen weiterhin eher mittelprächtig aus. Die große Hoffnung auf eine erholsame Nacht mit Wick Medi Night hat sich nur teilweise erfüllt. Sagen wir es so: Wick Medi Night ist momentan eher Wick Medi Halb Night. Danach wieder ordentlich Husten, zwischendurch wach geworden und morgens entsprechend ziemlich kaputt. Aber im Laufe des Tages wurde es immerhin etwas besser. Und so konnt...

Donnerstag. Husten, Bewerbungen und ein ziemlich unfassbarer Fehler

 Was für ein Tag. Die Nacht war wieder schlimm. Eigentlich bin ich seit fünf Uhr wach. Husten, frieren, Tee trinken und versuchen, irgendwie durch die Nacht zu kommen. Die Grippe hat mich weiterhin ziemlich im Griff. Trotzdem habe ich mich irgendwann an den Rechner gesetzt und angefangen, mich um Bewerbungen zu kümmern. Einige interessante Stellen gefunden, ein paar davon wirklich spannend. Zwei oder drei Sachen habe ich mir genauer angeschaut und werde morgen daran weiterarbeiten. Heute war dafür körperlich einfach zu anstrengend. Ich hoffe deshalb sehr, dass diese Nacht besser wird. Ich war extra noch einmal in der Apotheke und habe mich mit einem Schlaftrunk versorgt. Vielleicht hilft es ja, einmal ein paar Stunden am Stück zu schlafen. Zwischendurch kam mir sogar kurz der Gedanke: Hoffentlich ist das nicht Corona. Schon verrückt, wie schnell solche Gedanken kommen, wenn man seit Tagen krank ist. Aber ich bin optimistisch, dass es jetzt langsam besser wird. Beruflich gab...

Mittwoch. Wenn der Körper einfach nicht mitspielt

 Leider keine wirkliche Verbesserung in Sicht. Die Nacht war wieder fast komplett für die Tonne. Kaum geschlafen, dazu ist die Grippe jetzt richtig angekommen. Husten, Hals, alles dabei. So langsam reicht es dann auch mal. Ab Mittag habe ich deshalb konsequent Medikamente genommen, damit ich zumindest halbwegs durch den Tag komme. Und tatsächlich: Am Nachmittag ging es zumindest so weit, dass ich an meinem neuen Projekt weiterarbeiten konnte. Das hat gutgetan. Nicht nur, weil ich ein Stück vorangekommen bin, sondern auch, weil es schön ist, mal wieder das Gefühl zu haben, etwas aktiv zu machen und nicht nur darauf zu warten, dass der Körper irgendwann wieder funktioniert. Auch beruflich war ein bisschen Bewegung drin. Drei Bewerbungen geschrieben und natürlich kamen auch wieder Absagen rein. Das gehört mittlerweile fast schon zum festen Bestandteil meines Postfachs. Immerhin war diesmal keine von den Absagen dabei, die wirklich wehtun. Wobei ich inzwischen ehrlich gesagt üb...

Dienstag. Heute ging einfach gar nichts mit Laufen.

 Heute war einer dieser Tage, an denen der Körper ziemlich deutlich sagt: Lass es. Die Nacht war praktisch nicht vorhanden. Wegen der Halsschmerzen und dieser Grippe habe ich überhaupt nicht geschlafen. Keine Ahnung, wo ich mir das eingefangen habe. Beim Training? Irgendwo unterwegs? Egal. Auf jeden Fall hat es mich erwischt. An Laufen war heute überhaupt nicht zu denken. Und auch wenn mir das angesichts meines Halbmarathon-Ziels überhaupt nicht gefällt, war die Entscheidung ziemlich eindeutig. Heute braucht es keine 12 Kilometer. Heute braucht es erst einmal Ruhe. Ich habe mich deshalb mittags immerhin dazu gezwungen, rauszugehen. Ein paar Meter zum See, auf eine Bank setzen, frische Luft schnappen und einfach mal nichts machen. Gar nicht so schlecht. Manchmal ist es eben auch Training, sich nicht ständig zu zwingen, irgendetwas leisten zu müssen. Ansonsten ist heute trotzdem einiges passiert. Gestern Abend hatte ich noch ziemlich viele Bewerbungen rausgeschickt. Heute kam...

Montag. Nicht gerade der Traumstart.

 Die Woche hat irgendwie nicht besonders gut angefangen. Die ganze Nacht kaum geschlafen. Zu viele Gedanken im Kopf und dazu noch Halsschmerzen. Irgendwo beim Lauftraining muss ich mir wohl etwas eingefangen haben, auch wenn ich mir beim besten Willen nicht erklären kann, wo. Den ganzen Tag habe ich mich gefühlt, als hätte ich Fieber. Nicht gerade das, was man sich für einen Montag wünscht. Zum Glück scheint die Medizin zu helfen und inzwischen geht es zumindest wieder etwas besser. Morgen heißt es dann hoffentlich wieder Attacke . Schließlich stehen am Wochenende die 21 Kilometer im Raum. Und dafür sollte ich langsam wieder auf die Strecke kommen. Mal schauen, was der Körper morgen sagt. Ansonsten war heute nicht besonders viel los. Einige Bewerbungen geschrieben, keine Antworten bekommen und eine Absage. Wobei die Absage auf eine Stelle kam, die sowieso eher ein Testballon war und mich deshalb nicht wirklich trifft. Trotzdem merkt man irgendwann, wie sehr einen die ganze S...

Sonntagabend. Ein schweres Auf und Ab.

 Das Wochenende geht zu Ende. Und es war ein ziemlich wechselhaftes. Gestern, am Samstag, ist mir vieles schwergefallen. Es gab diese Tage, an denen selbst die einfachsten Dinge mehr Kraft kosten, als sie eigentlich sollten. Heute war dagegen irgendwie alles anders. Heute Morgen bin ich laufen gegangen. Und es war richtig gut. Wunderschönes Wetter, angenehm ruhig und einfach entspannt. Die ersten Kilometer waren zwar wieder nicht gerade leicht. Ich musste mich ziemlich durchbeißen. Aber irgendwann war ich drin und habe es einfach genossen. Die Beine tun jetzt ordentlich weh, vor allem in den Oberschenkeln. Aber gut. Da muss man durch. Schließlich habe ich es schon einmal geschafft, einen Halbmarathon zu laufen. Warum sollte es also nicht wieder funktionieren? Vieles findet eben im Kopf statt. Beim Laufen heute habe ich das wieder gemerkt. Die erste Hälfte war eher Kampf. Durchziehen, nicht stehen bleiben, weitermachen. Und irgendwann verändert sich etwas. Man läuft einfach...

Freitagabend. Eine Woche geht zu Ende.

 Freitagabend. Und heute war tatsächlich ein ziemlich guter Tag. Er hat schon richtig gut angefangen. Sehr früh raus, Laufschuhe an und los. Es war kühl, ziemlich ruhig und auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt das perfekte Wetter. Aber genau diese frühen Läufe haben etwas. Wenig Menschen, wenig Ablenkung, dafür irgendwann dieser Moment, in dem die Sonne aufgeht. Fantastisch. Und wieder einmal habe ich gemerkt, wie gut Sport für den Kopf ist. Ein paar Kilometer laufen und plötzlich ist wieder etwas mehr Luft zwischen den Gedanken. Sport bringt wirklich Luft an die Birne. Danach habe ich ein bisschen aufgeräumt, eingekauft und alles für das Wochenende vorbereitet. Denn dieses Wochenende steht ein Projekt an, das ich jetzt wirklich einmal zu Ende bringen möchte: die Briefmarkensammlung meines Vaters. Heute bin ich damit nicht so weit gekommen, wie ich eigentlich wollte. Ein bisschen Ablenkung hier, ein bisschen anderes da. Aber okay. Kein Weltuntergang. Morgen geht...

Diese Woche kostet Kraft

 Die Woche hat zäh angefangen. Nicht dramatisch. Aber anstrengend. Es hat mich jeden Tag ziemlich viel Motivation gekostet, überhaupt aufzustehen, den Rechner anzumachen, die E-Mails zu checken, Sport zu machen und irgendwie eine vernünftige Routine in den Tag zu bekommen. Und noch wichtiger: diese Routine dann auch durchzuhalten. Gerade wenn von außen wenig passiert, ist das erstaunlich schwer. Ein paar E-Mails und Nachrichten waren dabei, die ich nicht besonders prickelnd fand. Teilweise hätte ich mir auch etwas mehr Differenzierung gewünscht. Aber gut. Es ist, wie es ist. Ich kann nicht jede Nachricht beeinflussen und schon gar nicht jede Reaktion anderer Menschen. Eine ehemalige Freundin hat irgendwann einmal einen Satz gesagt, der mir gerade wieder einfällt: „Schau nicht auf das, was war. Schau auf das, was du hast.“ Eigentlich ziemlich simpel. Aber manchmal sind es genau diese einfachen Sätze, die hängen bleiben. Und wenn ich mich darauf konzentriere, ist da durchaus e...

Montag. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.

 Montag ist geschafft. Die Nacht war wieder nicht wirklich gut. Irgendwann bin ich dann doch noch relativ früh wieder eingeschlafen, aber entsprechend kaputt bin ich heute Morgen aufgewacht. Gut, das gehört inzwischen fast schon zum Montag dazu. Laufen habe ich heute nicht geschafft. Also verschoben auf morgen früh. Und tatsächlich freue ich mich inzwischen darauf. Vielleicht tut es einfach gut, morgen wieder früh rauszugehen, den Kopf frei zu bekommen und ein paar Kilometer hinter mir zu lassen. Ansonsten war es ein ziemlich unspektakulärer Montag. Zwei Bewerbungen geschrieben. Zwei Stellen, die ich wirklich interessant finde und bei denen ich beim Lesen dachte: Das könnte richtig gut passen. Keine Absage heute. Aber auch keine positive Nachricht. Also: weitermachen. Die emotionale Geschichte von Freitag hat sich dagegen übers Wochenende und heute noch einmal deutlich zugespitzt und heute einen gewissen Höhepunkt erreicht. Schön ist das nicht. Überhaupt nicht. Aber manchm...

Sonntagabend. Das Wochenende ist vorbei.

Heute war ein langer Tag. Das Wochenende geht zu Ende und trotzdem hängt mir die Sache von Freitag emotional noch ziemlich nach. Mehr, als mir lieb ist. Manche Dinge will man nicht einfach abhaken, nur weil ein neuer Tag beginnt. Das wird mich mit Sicherheit noch lange beschäftigen. Trotzdem war gestern ein guter Tag. Ich hatte gestern eine richtig gute Zeit mit meinem Sohn. Wir waren Tennis spielen und hatten dabei einfach Spaß. Danach haben wir Sushi gemacht. Ich sage mal vorsichtig: Es war erstaunlich lecker – obwohl Kochen und ich jetzt nicht unbedingt die größte Liebesgeschichte sind. 😉 Aber darum ging es eigentlich gar nicht. Wir haben zusammen etwas gemacht. Zeit miteinander verbracht. Gelacht. Und genau diese Zeit war wichtig. Heute hieß es wieder: ab ins Auto und zurück nach Wiesbaden. Viel Zeit im Auto, viele Kilometer und entsprechend viel Zeit zum Nachdenken. Manchmal ist Autofahren genau das: eine ziemlich lange Denkstrecke. Und jetzt ist Sonntagabend. Morgen ist...

Freitag. Endlich Wochenende – irgendwie.

 Was für ein Tag. Schlecht geschlafen, entsprechend müde aufgewacht und trotzdem die Laufschuhe angezogen. Der Start war schwer. Der Kopf war nicht wirklich auf Laufen eingestellt und der Körper erst recht nicht. Aber irgendwann ging die Sonne auf und mit jedem Kilometer wurde es besser. Am Ende war es okay. Nicht großartig, aber ich war draußen und bin gelaufen. Und manchmal reicht das. Wieder zu Hause: duschen, Kaffee, E-Mails. Nichts Neues. Den ganzen Tag eigentlich nichts. Bis heute Abend. 1 8:55 Uhr. Freitagabend. Da kommt dann doch noch eine Absage.  Ganz ehrlich: Wer verschickt denn bitte um 18:55 Uhr am Freitag eine Absage?  Wenn man schon den ganzen Tag wartet, hätte man die Nummer auch bis Montag liegen lassen können. Ansonsten war ich heute ziemlich viel im Austausch. Vielleicht auch, weil ich gestern Abend nicht unbedingt die freundlichste und offenste Version von mir war. Manchmal merkt man erst hinterher, dass man Dinge anders hätte sagen können. Al...

Kein guter Tag – aber morgen ist ein neuer Tag

 Heute war einfach kein guter Tag. Schon die Nacht war schwierig. Wieder schlecht geschlafen, wieder viel zu viel Kino im Kopf. Gedanken, Szenarien, Dinge, die man eigentlich gar nicht denken will und die trotzdem irgendwann anfangen, ihre eigenen Filme zu drehen. Und dann kam ausgerechnet heute Vormittag die Nachricht, auf die ich ganz sicher gerne verzichtet hätte: Absage. Nicht irgendeine Absage, sondern für eine Position, die ich wirklich, wirklich gerne gemacht hätte. Job, Aufgabe, Umfeld – es hätte einfach gepasst. Vielleicht gerade deshalb tut es besonders weh. Bitter. Aber was soll man machen? Die Absage wird nicht dadurch besser, dass ich mich den ganzen Tag darüber ärgere. Und sie verändert auch nichts daran, dass ich weitermachen muss. Also weiter. Immerhin komme ich bei einem anderen Projekt Schritt für Schritt voran. Noch ist daraus nichts Konkretes geworden, aber es bewegt sich etwas. Und vielleicht ist genau das im Moment wichtig: nicht darauf zu warten, dass plötzli...

Manchmal reicht ein Sonnenaufgang

 Der Beginn dieser Woche war ziemlich anstrengend. Wieder einmal ist nicht wirklich etwas passiert. Nichts, worüber ich mich besonders freuen könnte. Dafür zwei, drei Dinge, die eher in die andere Richtung gingen. Aber gut. Auch das gehört gerade zu meinem Alltag. Manchmal fühlt es sich mühsam an, sich morgens einfach wieder hochzukämpfen und den Tag anzunehmen, obwohl man eigentlich noch gar nicht weiß, wofür. Also aufstehen. Schuhe an. Laufen. Irgendwie weitermachen. Und dann gibt es diese Momente, mit denen man nicht rechnet. Ich war morgens unterwegs, kam unter einer Brücke entlang und sah, wie eine S-Bahn auf den Gleisen vorbeifuhr. Ein ganz normaler Moment. Und trotzdem schoss mir plötzlich ein Gedanke durch den Kopf: Was muss eigentlich in einem Menschen vorgehen, dass er sich vor eine S-Bahn wirft? Der Gedanke hat mich selbst erschreckt. Nicht, weil ich mich darin wiedergefunden hätte. Ganz im Gegenteil. Ich habe sofort gemerkt, wie weit ich von so etwas entfernt bin...

Sonntag – keine Glanzleistung

 Sonntag. Das Wochenende ist fast vorbei und irgendwie fühlt es sich heute genauso an, wie es eben an einem Sonntag manchmal ist: Der Blick geht schon wieder Richtung Montag. Mein Sohn ist wieder weg. Das Wochenende mit ihm war schön, aber jetzt ist es wieder ruhig. Dazu schlechtes Wetter draußen und morgen steht eine neue Woche vor der Tür. Und ehrlich gesagt ist meine Stimmung heute nicht gerade auf dem Höhepunkt. Dazu kommt etwas, das mich beschäftigt: Ich habe einen Menschen, der mir sehr wichtig ist, ungewollt verletzt. Das war keine Absicht und natürlich auch nicht das, was ich wollte. Aber am Ende zählt nicht nur die Absicht, sondern auch, was beim anderen ankommt. Und deshalb muss ich heute auch einfach sagen: Keine Glanzleistung. Manchmal macht man Dinge nicht richtig. Man sagt etwas, reagiert falsch oder merkt erst hinterher, dass man jemanden damit getroffen hat, der einem eigentlich besonders wichtig ist. Das kann man nicht einfach wegwischen. Man kann nur ehrlich damit...