Mittwoch. Wenn der Körper einfach nicht mitspielt
Leider keine wirkliche Verbesserung in Sicht.
Die Nacht war wieder fast komplett für die Tonne. Kaum geschlafen, dazu ist die Grippe jetzt richtig angekommen. Husten, Hals, alles dabei. So langsam reicht es dann auch mal.
Ab Mittag habe ich deshalb konsequent Medikamente genommen, damit ich zumindest halbwegs durch den Tag komme. Und tatsächlich: Am Nachmittag ging es zumindest so weit, dass ich an meinem neuen Projekt weiterarbeiten konnte.
Das hat gutgetan.
Nicht nur, weil ich ein Stück vorangekommen bin, sondern auch, weil es schön ist, mal wieder das Gefühl zu haben, etwas aktiv zu machen und nicht nur darauf zu warten, dass der Körper irgendwann wieder funktioniert.
Auch beruflich war ein bisschen Bewegung drin.
Drei Bewerbungen geschrieben und natürlich kamen auch wieder Absagen rein. Das gehört mittlerweile fast schon zum festen Bestandteil meines Postfachs.
Immerhin war diesmal keine von den Absagen dabei, die wirklich wehtun.
Wobei ich inzwischen ehrlich gesagt über jede positive Nachricht froh wäre. Ganz egal, von wem sie kommt und für welche Position.
Denn irgendwann möchte man einfach wieder dieses Gefühl haben: Da geht etwas vorwärts.
Was mir gerade besonders fehlt, ist der Sport.
Ich merke erst jetzt, wie wichtig mir das Laufen und die Bewegung tatsächlich sind. Nicht nur körperlich. Es ist mein Ausgleich. Mein Kopf wird frei, ich bekomme Luft, ich komme raus und habe das Gefühl, etwas für mich zu tun.
Wenn das plötzlich wegfällt, fehlt ein ziemlich wichtiger Teil meiner täglichen Routine.
Heute Mittag bin ich deshalb wenigstens noch einmal zum See gegangen und habe mich auf eine Bank gesetzt. Mehr war einfach nicht drin.
Und selbst das war bei dem warmen Wetter schon genug.
Spazierengehen? Laufen? Keine Chance.
Also wieder zurück, ausruhen und hoffen, dass es morgen besser wird.
Mein Halbmarathon wartet schließlich immer noch. Die 21 Kilometer werden nicht weniger, nur weil ich gerade krank bin.
Aber momentan ist die richtige Reihenfolge wohl ziemlich eindeutig:
Gesund werden. Dann wieder laufen. Dann wieder angreifen.
Mein Projekt geht weiter.
Die Bewerbungen gehen weiter.
Und irgendwann hoffentlich auch wieder die Laufschuhe.
Für heute heißt es deshalb: Tee, Medikamente, Ruhe und Daumen drücken.
Vielleicht sieht die Welt morgen schon wieder ein kleines bisschen besser aus.
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