Mittwoch. Nase putzen, weitermachen.

 Ein langer Tag geht endlich zu Ende.

Wieder viel zu früh wach. Irgendwann zwischen fünf und halb sechs war die Nacht vorbei. Also erst einmal Medizin genommen und gehofft, dass der Körper jetzt langsam mal verstanden hat, dass diese Erkältung beziehungsweise dieser Husten nicht mehr wirklich gebraucht wird.

Aber nein.

Der Husten ist immer noch da.

Ich hoffe trotzdem, dass es morgen endlich so weit ist und ich zumindest wieder laufen kann. Mir fehlt die Bewegung inzwischen wirklich. Dieses Gefühl, morgens rauszugehen, den Kopf freizubekommen und danach wieder etwas klarer zu sein.

Heute musste ich mich wieder dazu zwingen, wenigstens einmal rauszugehen.

Nicht viel. Einfach raus, ein bisschen Bewegung, Luft bekommen und wieder zurück.

Sport ist aktuell leider noch keine Option.

Beruflich war heute ebenfalls einiges los.

Heute kam leider wieder eine Absage zu einer Stelle, die ich ziemlich cool fand. Wahrscheinlich war ich dafür überqualifiziert beziehungsweise die Position war letztlich in Wirklichkeit eine Nummer zu klein für mein Profil.

Schade eigentlich.

Die Stelle wäre in der Nähe gewesen, sah spannend aus und hätte durchaus etwas Smartes gehabt. Aber gut: Wenn es nicht sein soll, dann soll es nicht sein.

Also:

Nase putzen und weitermachen.

Drei weitere Bewerbungen habe ich heute geschrieben. Und bei mindestens einer davon habe ich wieder dieses Gefühl: Das könnte interessant werden.

Und genau das macht dann tatsächlich einen Unterschied.

Wenn ich eine Stelle spannend finde, macht mir auch die Bewerbung mehr Spaß. Dann schreibt man nicht einfach irgendeinen Standardtext zusammen, sondern beschäftigt sich wirklich mit dem Unternehmen, der Aufgabe und der Frage, was man dort bewegen könnte.

Ob daraus etwas wird?

Keine Ahnung.

Aber wenigstens hatte ich Spaß beim Bewerben.

Auch an meinen Projekten bin ich heute wieder ein Stück weitergekommen. Dabei habe ich allerdings noch einmal über die grundsätzliche Ausrichtung nachgedacht.

Und ich glaube, ich werde tatsächlich noch einmal etwas verändern.

Manchmal merkt man erst beim Machen, dass der ursprüngliche Weg nicht ganz der richtige ist.

Also morgen noch einmal einen Schritt zurück.

Kurz sortieren.

Neu ausrichten.

Und dann wieder mit richtig Schwung nach vorne.

Vielleicht bewegt sich dann auch beruflich endlich einmal etwas.

Vielleicht kommt eine positive Nachricht.

Vielleicht auch nicht.

Aber genau deshalb geht es weiter.

Ein langer Tag ist vorbei. Morgen ist ein neuer.

Und vielleicht ist der Husten dann endlich Geschichte.

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