Dienstag. Heute ging einfach gar nichts mit Laufen.

 Heute war einer dieser Tage, an denen der Körper ziemlich deutlich sagt: Lass es.

Die Nacht war praktisch nicht vorhanden. Wegen der Halsschmerzen und dieser Grippe habe ich überhaupt nicht geschlafen. Keine Ahnung, wo ich mir das eingefangen habe. Beim Training? Irgendwo unterwegs? Egal. Auf jeden Fall hat es mich erwischt.

An Laufen war heute überhaupt nicht zu denken.

Und auch wenn mir das angesichts meines Halbmarathon-Ziels überhaupt nicht gefällt, war die Entscheidung ziemlich eindeutig. Heute braucht es keine 12 Kilometer. Heute braucht es erst einmal Ruhe.

Ich habe mich deshalb mittags immerhin dazu gezwungen, rauszugehen. Ein paar Meter zum See, auf eine Bank setzen, frische Luft schnappen und einfach mal nichts machen.

Gar nicht so schlecht.

Manchmal ist es eben auch Training, sich nicht ständig zu zwingen, irgendetwas leisten zu müssen.

Ansonsten ist heute trotzdem einiges passiert.

Gestern Abend hatte ich noch ziemlich viele Bewerbungen rausgeschickt. Heute kamen natürlich auch wieder ein paar Absagen zurück. Gehört inzwischen fast schon zum täglichen E-Mail-Ritual.

Aber ich habe auch wieder interessante Stellen gefunden. Gerade eben sogar noch zwei Dinge entdeckt, bei denen ich dachte: Das könnte tatsächlich interessant sein.

Also wieder Unterlagen angepasst, etwas rausgeschrieben und abgeschickt.

Jetzt heißt es warten und schauen, ob sich irgendwann einmal etwas bewegt.

Das ist im Moment eigentlich das Wichtigste.

Parallel hat sich auch mein neues Projekt weiterentwickelt. Die Idee, die mir beim Laufen gekommen ist, habe ich noch einmal verändert. Und irgendwie gefällt mir die neue Richtung sogar noch besser.

Manchmal ist das ganz spannend: Eine Idee kommt plötzlich, man arbeitet ein bisschen daran und merkt dann, dass eigentlich etwas ganz anderes daraus werden könnte.

Genau das möchte ich jetzt weiterverfolgen.

Nicht nur darüber nachdenken, sondern daraus tatsächlich etwas machen.

Und dann gibt es natürlich noch die Briefmarken.

Dieses Projekt hatte ich ursprünglich deutlich kleiner eingeschätzt. Inzwischen weiß ich: Das wird richtig Arbeit.

Es ist unglaublich umfangreich und vor allem kleinteilig. Immer wieder tauchen einzelne Stücke oder ganze Gruppen auf, bei denen man genauer hinschauen muss. Sortieren, prüfen, bewerten, dokumentieren.

Aber gut.

Beschweren bringt nichts.

Und ehrlich gesagt ist es sogar schön, so ein konkretes Projekt zu haben, an dem man Stück für Stück weiterarbeiten kann.

Der Halbmarathon läuft mir schließlich nicht weg. Sobald ich wieder fit bin, geht es auch dort weiter.

Jetzt muss ich erst einmal gesund werden.

Dann kommen die 21 Kilometer.

Die Bewerbungen laufen weiter.

Die Briefmarken warten.

Und das neue Projekt nimmt langsam Gestalt an.

Für heute reicht das.

Morgen ist ein neuer Tag.

Mal sehen, was der bringt.

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