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Mittwoch. Wenn der Körper einfach nicht mitspielt

 Leider keine wirkliche Verbesserung in Sicht. Die Nacht war wieder fast komplett für die Tonne. Kaum geschlafen, dazu ist die Grippe jetzt richtig angekommen. Husten, Hals, alles dabei. So langsam reicht es dann auch mal. Ab Mittag habe ich deshalb konsequent Medikamente genommen, damit ich zumindest halbwegs durch den Tag komme. Und tatsächlich: Am Nachmittag ging es zumindest so weit, dass ich an meinem neuen Projekt weiterarbeiten konnte. Das hat gutgetan. Nicht nur, weil ich ein Stück vorangekommen bin, sondern auch, weil es schön ist, mal wieder das Gefühl zu haben, etwas aktiv zu machen und nicht nur darauf zu warten, dass der Körper irgendwann wieder funktioniert. Auch beruflich war ein bisschen Bewegung drin. Drei Bewerbungen geschrieben und natürlich kamen auch wieder Absagen rein. Das gehört mittlerweile fast schon zum festen Bestandteil meines Postfachs. Immerhin war diesmal keine von den Absagen dabei, die wirklich wehtun. Wobei ich inzwischen ehrlich gesagt üb...

Dienstag. Heute ging einfach gar nichts mit Laufen.

 Heute war einer dieser Tage, an denen der Körper ziemlich deutlich sagt: Lass es. Die Nacht war praktisch nicht vorhanden. Wegen der Halsschmerzen und dieser Grippe habe ich überhaupt nicht geschlafen. Keine Ahnung, wo ich mir das eingefangen habe. Beim Training? Irgendwo unterwegs? Egal. Auf jeden Fall hat es mich erwischt. An Laufen war heute überhaupt nicht zu denken. Und auch wenn mir das angesichts meines Halbmarathon-Ziels überhaupt nicht gefällt, war die Entscheidung ziemlich eindeutig. Heute braucht es keine 12 Kilometer. Heute braucht es erst einmal Ruhe. Ich habe mich deshalb mittags immerhin dazu gezwungen, rauszugehen. Ein paar Meter zum See, auf eine Bank setzen, frische Luft schnappen und einfach mal nichts machen. Gar nicht so schlecht. Manchmal ist es eben auch Training, sich nicht ständig zu zwingen, irgendetwas leisten zu müssen. Ansonsten ist heute trotzdem einiges passiert. Gestern Abend hatte ich noch ziemlich viele Bewerbungen rausgeschickt. Heute kam...

Montag. Nicht gerade der Traumstart.

 Die Woche hat irgendwie nicht besonders gut angefangen. Die ganze Nacht kaum geschlafen. Zu viele Gedanken im Kopf und dazu noch Halsschmerzen. Irgendwo beim Lauftraining muss ich mir wohl etwas eingefangen haben, auch wenn ich mir beim besten Willen nicht erklären kann, wo. Den ganzen Tag habe ich mich gefühlt, als hätte ich Fieber. Nicht gerade das, was man sich für einen Montag wünscht. Zum Glück scheint die Medizin zu helfen und inzwischen geht es zumindest wieder etwas besser. Morgen heißt es dann hoffentlich wieder Attacke . Schließlich stehen am Wochenende die 21 Kilometer im Raum. Und dafür sollte ich langsam wieder auf die Strecke kommen. Mal schauen, was der Körper morgen sagt. Ansonsten war heute nicht besonders viel los. Einige Bewerbungen geschrieben, keine Antworten bekommen und eine Absage. Wobei die Absage auf eine Stelle kam, die sowieso eher ein Testballon war und mich deshalb nicht wirklich trifft. Trotzdem merkt man irgendwann, wie sehr einen die ganze S...

Sonntagabend. Ein schweres Auf und Ab.

 Das Wochenende geht zu Ende. Und es war ein ziemlich wechselhaftes. Gestern, am Samstag, ist mir vieles schwergefallen. Es gab diese Tage, an denen selbst die einfachsten Dinge mehr Kraft kosten, als sie eigentlich sollten. Heute war dagegen irgendwie alles anders. Heute Morgen bin ich laufen gegangen. Und es war richtig gut. Wunderschönes Wetter, angenehm ruhig und einfach entspannt. Die ersten Kilometer waren zwar wieder nicht gerade leicht. Ich musste mich ziemlich durchbeißen. Aber irgendwann war ich drin und habe es einfach genossen. Die Beine tun jetzt ordentlich weh, vor allem in den Oberschenkeln. Aber gut. Da muss man durch. Schließlich habe ich es schon einmal geschafft, einen Halbmarathon zu laufen. Warum sollte es also nicht wieder funktionieren? Vieles findet eben im Kopf statt. Beim Laufen heute habe ich das wieder gemerkt. Die erste Hälfte war eher Kampf. Durchziehen, nicht stehen bleiben, weitermachen. Und irgendwann verändert sich etwas. Man läuft einfach...

Freitagabend. Eine Woche geht zu Ende.

 Freitagabend. Und heute war tatsächlich ein ziemlich guter Tag. Er hat schon richtig gut angefangen. Sehr früh raus, Laufschuhe an und los. Es war kühl, ziemlich ruhig und auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt das perfekte Wetter. Aber genau diese frühen Läufe haben etwas. Wenig Menschen, wenig Ablenkung, dafür irgendwann dieser Moment, in dem die Sonne aufgeht. Fantastisch. Und wieder einmal habe ich gemerkt, wie gut Sport für den Kopf ist. Ein paar Kilometer laufen und plötzlich ist wieder etwas mehr Luft zwischen den Gedanken. Sport bringt wirklich Luft an die Birne. Danach habe ich ein bisschen aufgeräumt, eingekauft und alles für das Wochenende vorbereitet. Denn dieses Wochenende steht ein Projekt an, das ich jetzt wirklich einmal zu Ende bringen möchte: die Briefmarkensammlung meines Vaters. Heute bin ich damit nicht so weit gekommen, wie ich eigentlich wollte. Ein bisschen Ablenkung hier, ein bisschen anderes da. Aber okay. Kein Weltuntergang. Morgen geht...

Diese Woche kostet Kraft

 Die Woche hat zäh angefangen. Nicht dramatisch. Aber anstrengend. Es hat mich jeden Tag ziemlich viel Motivation gekostet, überhaupt aufzustehen, den Rechner anzumachen, die E-Mails zu checken, Sport zu machen und irgendwie eine vernünftige Routine in den Tag zu bekommen. Und noch wichtiger: diese Routine dann auch durchzuhalten. Gerade wenn von außen wenig passiert, ist das erstaunlich schwer. Ein paar E-Mails und Nachrichten waren dabei, die ich nicht besonders prickelnd fand. Teilweise hätte ich mir auch etwas mehr Differenzierung gewünscht. Aber gut. Es ist, wie es ist. Ich kann nicht jede Nachricht beeinflussen und schon gar nicht jede Reaktion anderer Menschen. Eine ehemalige Freundin hat irgendwann einmal einen Satz gesagt, der mir gerade wieder einfällt: „Schau nicht auf das, was war. Schau auf das, was du hast.“ Eigentlich ziemlich simpel. Aber manchmal sind es genau diese einfachen Sätze, die hängen bleiben. Und wenn ich mich darauf konzentriere, ist da durchaus e...

Montag. Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.

 Montag ist geschafft. Die Nacht war wieder nicht wirklich gut. Irgendwann bin ich dann doch noch relativ früh wieder eingeschlafen, aber entsprechend kaputt bin ich heute Morgen aufgewacht. Gut, das gehört inzwischen fast schon zum Montag dazu. Laufen habe ich heute nicht geschafft. Also verschoben auf morgen früh. Und tatsächlich freue ich mich inzwischen darauf. Vielleicht tut es einfach gut, morgen wieder früh rauszugehen, den Kopf frei zu bekommen und ein paar Kilometer hinter mir zu lassen. Ansonsten war es ein ziemlich unspektakulärer Montag. Zwei Bewerbungen geschrieben. Zwei Stellen, die ich wirklich interessant finde und bei denen ich beim Lesen dachte: Das könnte richtig gut passen. Keine Absage heute. Aber auch keine positive Nachricht. Also: weitermachen. Die emotionale Geschichte von Freitag hat sich dagegen übers Wochenende und heute noch einmal deutlich zugespitzt und heute einen gewissen Höhepunkt erreicht. Schön ist das nicht. Überhaupt nicht. Aber manchm...