Endlich Freitag
Ich sitze auf der Tribüne und warte auf meinen Sohn, der gerade Tennis spielt. Und während ich hier sitze und dem Spiel zuschaue, denke ich: Eigentlich gehörst du doch auch mal irgendwo dazu. Im Moment habe ich dieses Gefühl allerdings nicht wirklich.
Heute Morgen das übliche Programm: aufstehen, laufen gehen, duschen, einkaufen, an den Laptop setzen. Einfach weitermachen.
Dann die E-Mails geöffnet. Keine Zusage. Keine wirkliche Absage. Eigentlich nichts – außer Werbung. Wieder irgendwelche Vorschläge von Portalen, bei denen mein Profil angeblich besonders gut zu einer Position passt. Manchmal muss ich darüber schmunzeln, manchmal ärgert es mich. Und manchmal werden mir Stellen vorgeschlagen, für die ich längst eine Absage bekommen habe.
Es ist inzwischen zu einem täglichen Begleiter geworden. Kein besonders schöner.
Und dann kam heute doch noch eine Absage. Ausgerechnet für eine Sache, die ich wirklich gerne gemacht hätte. Eine Position, die mir am Herzen lag und bei der auch die Nähe und die Lokalität perfekt gewesen wären. Aber am Ende des Tages hat es nicht sein sollen.
Man kann machen, was man will – manchmal läuft es einfach nicht.
Also: Nase putzen. Weiter geht’s. Eine Alternative gibt es schließlich nicht.
Was dabei hilft, ist das Lächeln meines Sohnes. Und der Gedanke daran, dass es Menschen gibt, denen es am Ende des Tages wirklich schlecht geht. Das relativiert vieles.
Gerade eben habe ich noch erlebt, wie ein Kind seinen Vater ziemlich terrorisiert hat. Der Vater, geschniegelt und im großen SUV angekommen. Und wieder dieser Gedanke: Unter jedem Dach ein Ach.
Nach außen sieht vieles oft perfekt aus. Aber man weiß nie, was hinter der Fassade wirklich los ist.
Und vielleicht ist genau das der wichtige Punkt.
Jetzt ist erst einmal Wochenende. Abschalten. Durchatmen. Zeit mit den Menschen verbringen, die einem wichtig sind.
Und dann schauen wir mal, was kommt.
Aber eines ist klar: Weiter geht’s.
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